Atlantic Schiffsfonds: MS Jennifer Rickmers insolvent

Wieder müssen Schiffsfonds-Anleger eine schlechte Nachricht verdauen. Das Amtsgericht Bremen hat den Atlantic-Schiffsfonds MS Jennifer Rickmers unter vorläufige Insolvenzverwaltung gestellt, berichtet das fondstelegramm.

„Für die Anleger geht es nun darum, zu retten, was noch zu retten ist“, sagt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden. Daher sollte rechtlich überprüft werden, ob die Anleger möglicherweise Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen können.

Der Atlantic Schiffsfonds MS Jennifer Rickmers ist ein weiteres Opfer der anhaltenden Krise der Schifffahrt. Verschiedene Schiffsfonds mussten bereits Insolvenz anmelden oder blieben mit den Ausschüttungen hinter den prospektierten Erwartungen zurück. Dennoch wurden Schiffsfonds in vielen Fällen als sichere Kapitalanlage mit geringem Risiko angepriesen. „Doch genau in dieser Falschberatung liegt jetzt die Chance. Denn Schiffsfonds sind alles andere als eine sichere Kapitalanlage. Vielmehr reicht das Risiko für die Anleger bis zum Totalverlust ihres Kapitals“, so Cäsar-Preller. Allerdings erwartet der Gesetzgeber, dass die Anleger auf die bestehenden Risiken auch entsprechend hingewiesen werden. „Daher kann eine fehlerhafte Anlageberatung den Anspruch auf Schadensersatz begründen“, erklärt der Jurist.

Ebenso kann Schadensersatz geltend gemacht werden, wenn die Anleger nicht über die Rückvergütungen, die an die Bankberater, für die Vermittlung der Anteile geflossen sind, nicht aufgeklärt wurden. „Die Rechtsprechung des BGH ist da sehr eindeutig“, so Cäsar-Preller.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger von Schiffsfonds.

 

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