CFB 166 Twins 1: Anlegern drohen hohe Verluste

Die Krise der Handelsschifffahrt geht bereits ins neunte Jahr. Ihr Ende ist nach wie vor nicht abzusehen. Zahlreiche Schiffsfonds sind ihr schon zum Opfer gefallen und auch der CFB Fonds 166 Twins 1 ist gefährdet.

Der Schiffsfonds CFB 166 Twins 1 wurde im Dezember 2007 aufgelegt und Anlegern für einen Mindestbetrag von 15.000 US-Dollar zur Beteiligung angeboten. Die Fondsgesellschaft investierte in die beiden Vollcontainerschiffe der Sub-Panamax-Klasse MS Nedlloyd Adriana (ehemals MS Adriana Star) und MS Nedlloyd Valentina (ehemals MS Valentina Star). Doch kurz nach der Auflage des Fonds begann die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, von der sich die Containerschifffahrt bis heute nicht erholt hat. Auch die Anleger des CFB Fonds 166 Twins 1 bekamen die Auswirkungen schon zu spüren. Ihre Beteiligung konnte die Erwartungen nicht erfüllen und wird es wohl auch nicht mehr.

Die Anleger wurden nach einem Bericht von „Fonds professionell“ online nun von der Fondsgeschäftsführung informiert, dass die Insolvenz drohen könnte. Die Geschäftsführung schlägt daher den Verkauf der beiden Fondschiffe vor und ruft die Anleger zur Abstimmung auf. „Für die Anleger dürfte nun aber endgültig besiegelt sein, dass ihre Beteiligung an dem CFB 166 Twins 1 erhebliche Verluste eingebracht hat. Auch wenn durch einen Notverkauf der Schiffe die Insolvenz vermieden werden kann, ist angesichts der derzeitigen Marktlage kaum damit zu rechnen, dass ein Verkauf noch nennenswerte Beträge in die Kassen der Anleger spülen wird“, sagt Rechtsanwalt Christof Bernhardt von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden.

Damit die Anleger nicht endgültig Schiffbruch mit ihrer Beteiligung am CFB 166 Twins 1 erleiden, können sie noch Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen. „Gerade bei Beteiligungen an Schiffsfonds stehen die Aussichten gut, Forderungen durchsetzen zu können“, so Rechtsanwalt Bernhardt. Denn in den Anlageberatungsgesprächen wurden Schiffsfonds häufig als rentable und auch sichere Kapitalanlagen dargestellt. Die Realität sah für etliche Schiffsfonds-Anleger in den vergangenen Jahren allerdings ganz anders aus und statt Renditen einzufahren ging das investierte Geld verloren. Rechtsanwalt Bernhardt: „Schiffsfonds sind spekulative Geldanlagen mit enormen Risiken. Über diese Risiken hätten die Anleger aufgeklärt werden müssen. Wurden Risiken wie z.B. die Möglichkeit des Totalverlusts verschwiegen, können Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung geltend gemacht werden.“

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger.

 

 

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