HCI Frachter MS Rosa meldet Insolvenz an

Das nächste HCI-Schiff steuert offenbar die Insolvenz an. Wie das Fondstelegramm am 20. Februar berichtet, hat das Amtsgericht Nordenham das vorläufige Insolvenzverfahren über den HCI-Frachter MS Rosa angeordnet (Az: 6 IN 10/13).

„Für die Anleger ist dies besonders bitter. Erst vor zwei Jahren hatten sie noch einmal rund 500.000 Euro nachgeschossen, um die Pleite zu vermeiden“, sagt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden. Allerdings zeige dieses Beispiel auch deutlich, dass Anleger von Schiffsfonds es sich gründlich überlegen sollten, wenn sie aufgefordert werden, noch weiter Geld zu investieren, um eine marode Kapitalanlage zu retten.

„Häufig ist es besser, die Ansprüche auf Schadensersatz von einem versierten Anwalt prüfen zu lassen“, so Cäsar-Preller. Denn gerade bei Schiffsfonds finden sich immer wieder Ansatzpunkte, um die Ansprüche auf Schadensersatz durchzusetzen. „In vielen Fällen liegt beispielsweise eine Falschberatung vor. Die Anleger wollten eine sichere Kapitalanlage und erhielten stattdessen Anteile an einem Schiffsfonds. Schiffsfonds sind aber keine sichere Anlage, sondern enormen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt“, erklärt der Fachanwalt. Über diese Risiken bis hin zum Totalverlust müssen die Anleger im Beratungsgespräch auch aufgeklärt werden.

Ebenso müssen über die Provisionen, die die Bankberater für die Vermittlung der Anlage erhalten, aufgeklärt werden. „Die Rechtsprechung ist da sehr eindeutig“, erklärt der Jurist.

Natürlich ist auch für die Anleger des HCI-Frachters MS Rosa noch nicht alles verloren. Sie sollten sich von einem versierten Fachanwalt über ihre rechtlichen Möglichkeiten beraten lassen.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit erfolgreich geschädigte Anleger von Schiffsfonds.

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