MPC Santa P-Schiffe 2: MS Santa Placida vor dem Verkauf

Seit Jahren werden die Anleger des Schiffsfonds MPC Santa P-Schiffe 2 mit schlechten Nachrichten konfrontiert. Nun soll offenbar auch das letzte verbliebene Fondsschiff MS Santa Placida verkauft werden. Für die Anleger verblieben nach der folgenden Liquidation des Fonds wahrscheinlich erhebliche finanzielle Verluste.

Im Juli 2007 legte MPC Capital den Dachfonds MPC Santa P-Schiffe 2 auf. Anleger konnten sich mit einer Mindestsumme von 10.000 Euro beteiligen und investierten insgesamt rund 88 Millionen Euro. Der Dachfonds investierte in die vier Panamax-Containerschiffe MS Santa Pamina, MS Santa Pelagia, MS Santa Petrissa und MS Santa Placida. Während die Gesellschaften der ersten drei Schiffe bereits insolvent sind, soll das letzte verbliebene Fondsschiff nun offenbar verkauft werden. Die Anleger sollen bis Ende August über den Verkauf abstimmen.

Für die Anleger war ihre Beteiligung an dem Dachfonds MPC Santa P-Schiffe 2 bislang wenig erfreulich. Daran würde sich auch nach der Liquidation des Fonds nichts mehr ändern. Allerdings haben sie noch die Möglichkeit, Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen.

„In den Beratungsgesprächen wurden die Anleger gerade bei der Vermittlung von Beteiligungen an Schiffsfonds häufig fehlerhaft beraten“, sagt Rechtsanwältin Jessica Gaber von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden. In dieser Falschberatung kann nun der Schlüssel für Schadensersatzansprüche liegen. In der Anlageberatung wurden Schiffsfonds häufig als sichere und renditestarke Kapitalanlagen dargestellt. Tatsächlich handelt es sich in aller Regel um spekulative Geldanlagen mit einem Totalverlust-Risiko für die Anleger. Daher hätte die Anleger über die Risiken auch umfassend aufgeklärt werden müssen. Neben dem Totalverlustrisiko zählen z.B. lange Laufzeiten, Wechselkursverluste oder die erschwerte Handelbarkeit der Anteile zu den Risiken.

„Als der Dachfonds MPC Santa P-Schiffe 2 aufgelegt wurde, stand bereits fest, dass der Panamakanal ausgebaut wird und inzwischen auch ist. Durch den Ausbau haben die kleineren Panamax-Schiffe mit geringerer Ladekapazität ihren Wettbewerbsvorteil eingebüßt, da nun auch größere Schiffe diese Wasserstraße befahren können. Auch darüber hätten die Anleger aufgeklärt werden müssen“, so Rechtsanwältin Gaber.

Ebenso hätten die vermittelnden Banken ihre teilweise hohen Provisionen, sog. Kick-Backs, nicht verschweigen dürfen.

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger.

 

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