Schiffsfonds MS PCE Madeira insolvent

Die Pleitewelle im Segment Schiffsfonds setzt sich unvermindert fort. Nun wurde nach Angaben des fondstelegramms am Amtsgericht Reinbek das Insolvenzverfahren über den Schiffsfonds MS PCE Madeira eröffnet (Az.: 8 IN 160/13).

Auch am Emissionshaus Premium Capital geht die Krise der Schifffahrt nicht spurlos vorbei, wie die Insolvenz des Fonds MS PCE Madeira zeigt. Das Containerschiff wurde 1994 gebaut und 2010 in einen PCE-Fonds eingebracht. Knapp 250 Anleger haben sich an dem Fonds beteiligt.

„Im schlimmsten Fall müssen die Anleger jetzt mit dem Totalverlust ihres investierten Kapitals rechnen. Um das zu verhindern, sollten sie ihre möglichen Ansprüche auf Schadensersatz rechtlich überprüfen lassen“, sagt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden.

Da Schiffsfonds in vielen Fällen als sichere Kapitalanlage beworben wurden, kommt beispielsweise Schadensersatz wegen Falschberatung in Betracht. „Dass Schiffsfonds alles andere als sichere Kapitalanlagen sind, zeigt die ganze Flut an Insolventen, die dieses Anlagesegment in den vergangenen Monaten zu verkraften hat“, so Cäsar-Preller. Dementsprechend hätten die Anleger auch über die Risiken ihrer Anlage aufgeklärt werden müssen. Gleiches gilt für die Provisionen, die der Bankberater für die Vermittlung der Anlage erhalten hat. „Die Rechtsprechung ist da inzwischen ganz eindeutig und anlegerfreundlich“, erklärt der erfahrene Jurist. „Ist die umfassende Aufklärung des Anlegers ausgeblieben, bestehen Ansprüche auf Schadensersatz. Aber das muss immer im Einzelfall geprüft werden.“

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit erfolgreich geschädigte Anleger von Schiffsfonds.

 

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