Turkon: Schiffsfonds Sedi Kalkavan insolvent

Über die Gesellschaft des Schiffsfonds Sedi Kalkavan wurde am Amtsgericht Bremen das Insolvenzverfahren eröffnet (Az.: 512 IN 42/13), berichtet das fondstelegramm. Der Insolvenzantrag wurde bereits im November vergangenen Jahres gestellt.

Das Turkon Emissionshaus hatte den Schiffsfonds Sedi Kalkavan im Jahr 2007 platziert. Zu dem Fonds zählen die baugleichen Containerschiffe MS Sedef Kalkavan und MS Dilara Kalkavan. Den Anlegern droht der Totalverlust ihres investierten Kapitals.

Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden, rät betroffenen Anlegern daher, Ansprüche auf Schadensersatz geltend zu machen: „Anteile an Schiffsfonds sind unternehmerische Beteiligungen. Von daher sind sie automatisch einer ganzen Reihe von Risiken ausgesetzt. Dazu gehört auch der Totalverlust des eingesetzten Geldes. Darum ist die Beteiligung an dem Schiffsfonds Sedi Kalkavan als Altersvorsorge denkbar ungeeignet.“

Aus Gesprächen mit betroffenen Anlegern weiß der erfahrene Rechtsanwalt, dass der Fonds aber als sichere Kapitalanlage ohne nennenswerte Risiken beworben wurde. „Das ist klassische Falschberatung. Denn abgesehen vom Totalausfall gibt es noch weitere Risikofaktoren wie erschwerte Handelbarkeit der Fondsanteile oder den hohen Weichkostenanteil“, so Cäsar-Preller. Zu einer ordnungsgemäßen Anlageberatung gehört auch eine umfassende Risikoaufklärung. Das Verschweigen der Risiken kann den Anspruch auf Schadensersatz auslösen.

Darüber hinaus muss auch der Verkaufsprospekt auf die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben überprüft werden. Cäsar-Preller: „Der Prospekt stellt eine wichtige Grundlage für die Kaufentscheidung dar. Fehlerhafte oder irreführende Angaben führen daher ebenfalls zu Schadensersatzansprüchen.“

Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bundesweit geschädigte Anleger von Schiffsfonds.

 

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